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La Mitad del Mundo (Die Mitte der Welt)

Am Äquator

rain 22 °C
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Wir standen auf dem Äquator, ungefähr 22 km nördlich von Quito. Zuerst haben wir den vom Franzosen Charles-Marie de La Condamine im Jahre 1736 festgelegten Punkt oder Lage des Äquators mit dem Mitad del Mundo Komplexes besucht. Dort hat man ein 30 m hohes Monument mit einer aufgesetzten Weltkugel errichtet durch das die Äquatorlinie auf dem Boden gezeichnet verläuft. Natürlich haben wir ein paar Fotos gemacht, obwohl diese Linie nicht die wirkliche Äquatorlinie ist.

Vor einigen Jahren hat man mit Hilfe des GPS (Globalen Positionsbestimmungssystemes) die richtige (exakte) Lage des Äquators ermitteln können, die einige hundert Meter von dem Monument entfernt liegt. Too bad!!!! Wir haben dann natürlich auch den waren Äquator besucht, der Teil eines kleinen Museums (Museo Solar Inti Ñan) ist. Dort kann man auf dem richtigen Äquator stehen und selbst experimentieren wie sich die Schwerkraft und Zentrifugalkraft auf und neben dem Äquator verhalten, z.B. fliesst Wasser, das aus einem Waschbecken genau auf der Äquatorfläche abfliest, senkrecht ab, ohne zu kreisen, während 1 m von der Äquatorlinie entfernt das Wasser spiralförmig abfliesst, je nachdem, ob man auf der Südhalbkugel oder der Nordhalbkugel steht, dreht es sich rechts oder linksherum. Es soll auch leichter sein ein Ei auf einem Nagelkopf zu balancieren, wenn man auf dem Äquator steht. Es gelang allerdings nur Fredrik, Harry und ich, wir taten uns da schwer.

Nach den Experimenten, die recht spassig waren, wurde uns dann noch der andere Teil des Museums gezeigt, wo man das Leben der Ureinwohner des Amazonasbeckens (El Oriente), östlich der Anden, an Hand von Reproduktionen von Häusern, Hauseinrichtugen usw. kennenlernen konnte. Dort haben wir auch einen wirklichen Schrumpfkopf gesehen, eine faustgrosse Trophäe, die aus dem abgetrennten Kopf eines Gegners gefertigt wurde. An Hand von Illustrationen wurde uns der Herstellungsprozess des Schrumpfkopfes erklärt. Von dem abgetrennten Kopf wurden zunächst die Schädelknochen entfernt, anschliessend wurde die verblieben Hauthülle mit dem Skalp gekocht, dann mit heissen Steinen und Sand oder Asche befüllt, so dass diese zusammenschrumpfte und mumifizierte. Sehr interessant, oder was meint ihr?

Liebe Grüsse,

Sabrina und Fredrik

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Posted by sabrinakam 15.05.2007 11:50 Archived in Backpacking | Ecuador

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